Praktikum bei der Polizei

Das Praktikum gibt einen ersten Einblick in den Berufsalltag. Diese Gelegenheit kannst du nutzen und herausfinden, ob dein Traumjob auch wirklich zu dir passt. Du guckst liebend gerne Krimis, bist sportlich fit und willst eine Arbeit machen, die den Menschen hilft? Dann ist ein Praktikum bei der Polizei vielleicht etwas für dich. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind viel größer, als die meisten denken.

 

Wie läuft das Praktikum bei der Polizei ab?

Viele Dienststellen der Polizei in ganz Deutschland bieten mittlerweile Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler an. Sie können dir die Vielfalt von Polizeiarbeit zeigen. Denn bei der Polizei zu arbeiten ist viel mehr als Autos aus dem Verkehr winken. Mit fast jedem Interessengebiet findest du das passende Praktikum bei der Polizei für dich.

Viele Dienststellen veranstalten mehrmals im Jahr ein 14-tägiges Praktikum bei der Polizei. Dabei werden oft etwa 15 Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen durch die Behörde geführt. Die Beamten stellen dabei die Polizei vor und zeigen, wie viel Teamfähigkeit und soziale Kompetenz ihr Job erfordert. Du kommst herum und hast viel Gelegenheit für Gespräche mit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. So kannst du dir bei deinem Praktikum bei der Polizei einen Eindruck über das Berufsbild der Polizei verschaffen.

Je nachdem, welche Dienststellen gerade Zeit und Betreuer zur Verfügung haben, kann das Praktikum bei der Polizei eigentlich alles Mögliche beinhalten: Interessierst du dich für den Bezirks- oder Erkennungsdienst? Möchtest du bei deinem Praktikum bei der Polizei einen Blick in Personalwerbung oder Staatsschutz werfen? Oder einen Einblick in die Drogen- und Suchtprävention bekommen? Das alles ist prinzipiell möglich, und noch mehr: Verkehrsunfallteam, Einsatzhundertschaft, Polizeigewahrsam, Personenschutz, Wasserschutzpolizei, Technik und Funkwerkstatt, Hundestaffel, Polizeiinspektion und Kriminalpolizei sind nur ein paar Beispiele für das, was du beim Praktikum bei der Polizei erleben könntest.

Wenn Du dich für ein Praktikum bei der Polizei interessiert, gilt es allerdings, ein paar Voraussetzungen mitzubringen:

  1. Du musst Schülerin oder Schüler eines örtlichen Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs sein.
  2. Du musst zur Zeit des Praktikums mindestens die 9. Klasse besuchen.
  3. Du solltest keine gesundheitlichen und körperlichen Einschränkungen haben, die zum Ausschluss des Bewerbungsverfahrens bei der Polizei führen würden.
  4. Du darfst nicht straffällig geworden sein und es darf auch kein Strafverfahren gegen dich laufen.
  5. Du musst das Praktikum während der Schulzeit durchführen.

 

Bewirb dich um ein Praktikum bei der Polizei


Wenn du alle Voraussetzungen erfüllst, kannst du dich bei vielen Behörden der Polizei auf der Internetseite informieren, wann noch Termine für ein Praktikum bei der Polizei frei sind. Hast du einen Praktikumstermin gefunden, der noch nicht ausgebucht ist, schick zeitnah deine Bewerbung für das Praktikum ab. Sie sollte ein Bewerbungsschreiben enthalten, in dem auch der Termin des Praktikums vermerkt ist. Lebenslauf mit Foto und die letzten Schulzeugnisse angehängt – und ab geht die Post. Denk daran, auch deine Kontaktdaten, wie E-Mail Adresse und Telefonnummer, mitzuteilen. Das erhöht deine Chancen auf ein Praktikum bei der Polizei.

 

Praktikum bei der Polizei – ein paar Infos vorab

Sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene hat die Polizei Einrichtungen. Auf Bundesebene sind das beispielsweise das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei, die zum Beispiel an Grenzen, Bahnhöfen oder Flughäfen unterwegs ist. Informiere dich vorab, wo ein Praktikum dir am besten gefallen würde.

Der Polizeivollzugsdienst ist Sache der Länder, was bedeutet, dass die Bundesländer selbst festlegen, welche Voraussetzungen gelten und wie die Ausbildung abläuft. Die Ausbildung bei der Polizei ist in unterschiedlichen Laufbahngruppen möglich: im mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Für eine Ausbildung im mittleren Dienst brauchst du normalerweise einen mittleren Bildungsabschluss. Für den gehobenen Dienst der Polizei wird mindestens eine Fachhochschulreife verlangt. Außerdem musst du in der Regel die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates besitzen und darfst keine Vorstrafen haben. Ein Praktikum im Vorhinein ist keine Pflicht, aber eine sehr gute Möglichkeit, die Arbeit kennenzulernen.

 

Nach dem Praktikum bei der Polizei – Wie komme ich rein?

Das Praktikum bei der Polizei hat dich fasziniert und nach deinem Schulabschluss kommt nur dieser Beruf für dich in Frage? Dann geht es noch einmal in die Bewerbungsphase. Aber die kennst du ja schon aus deinem Praktikum bei der Polizei. Sie unterscheidet sich je nach Behörde, setzt sich aber immer aus mehreren Phasen zusammen:

 

1. Du verschickst deine Bewerbung.

2. Wenn sie gefällt, wirst du zu einer schriftlichen Prüfung bei der Polizei eingeladen. Dort werden etwa deine Deutschkenntnisse und deine Merkfähigkeit unter die Lupe genommen.

3. Bei einem Sporttest wird (z.B. Laufen, Schwimmen oder Sit-ups) deine körperliche Eignung geprüft. Bist du überhaupt fit genug für die Polizei?

4. Ein Polizeiarzt wird deine allgemeine Verfassung und Tauglichkeit noch einmal untersuchen.

5. Im Einzelgespräch schließlich geht es um deine Motivation und psychische Belastbarkeit – bist du der Arbeit bei der Polizei gewachsen?

 

Praktikum bei der Polizei: Du willst mehr erfahren?

Auf der Webseite der Polizei in Deutschland findest du Links zu den einzelnen polizeilichen Behörden des Bundes und der Länder. Hier kannst du dich ganz genau über Ausbildungsmöglichkeiten und Bewerbungsfristen informieren. Darüber hinaus gibt es bei der Polizei speziell geschulte Einstellungsberaterinnen und -berater, die dir auch nach dem Praktikum bei der Polizei gerne zur Seite stehen.

Viel Erfolg bei deiner Bewerbung für ein Praktikum bei der Polizei!